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Salomé de Gélieu (* 17. April 1742 in Les Bayards; † 29. März 1820 in Colombier NE) war eine Schweizer Pädagogin und Erzieherin an europäischen Fürstenhöfen.

Leben [Bearbeiten]

Salomé de Gélieu kam als Tochter des Pfarrers Jacques Gélieu zur Welt und wuchs mit fünf Geschwistern in Les Verrières auf.

Nach dem Tod ihres Vaters im Jahre 1763 eröffnete sie 1765 gemeinsam mit ihren Schwestern Rose und Marie-Elisabeth ein Pensionat für junge Mädchen in Neuchâtel. Zwischen 1768 und 1777 war sie als Lehrerin in England tätig und unterrichtete die Töchter von George Spencer Churchill, 5. Herzog von Marlborough und des 7. Earl of Galloway.

Im Anschluss an ihre Rückkehr nach Neuchâtel im Jahre 1777 führte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Esther de Gélieu das von ihr mit gegründete Pensionat in Neuchâtel fort, bis sie im Jahre 1785 einen Ruf als Gouvernante der Prinzessinnen Therese, Friederike und Luise von Mecklenburg-Strelitz nach Darmstadt erhielt. Zugleich betreute sie deren Brüder Georg und Karl von Mecklenburg-Strelitz. Sie war in dieser Funktion bis 1793 am Hof der Prinzessin George tätig und kehrte nach der Verlobung der Prinzessinnen Friederike und Luise mit den Prinzen Friedrich-Wilhelm und Louis von Preußen in das Fürstentum Neuchâtel zurück, wo sie bis zu Ihrem Tod im Jahre 1820 im Pfarrhaus ihres Bruders Jonas de Gélieu in Colombier lebte.

Mit ihren Schülerinnen unterhielt sie bis zu ihrem Tode einen regen Briefwechsel. Der preußische König Friedrich-Wilhelm III. besuchte sie im Jahre 1814 gemeinsam mit seinem Sohn Wilhelm, ebenso erhielt sie Besuch des preußischen Kronprinzen Friedrich-Wilhelm.

In der biografischen Literatur zu Königin Luise von Preußen wird sie häufig mit ihrer Schwester Susanne-Salomé de Gélieu (1737-1808) verwechselt, die jedoch das Gebiet von Neuchâtel Zeit ihres Lebens allenfalls verließ, um in dem ihrem Wohnort Lignières benachbarten und zum damaligen Fürstbistum Basel gehörenden La Neuveville einzukaufen.

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