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Historia de la apicultura Editar

Calendario en alemán Editar

  • 1568-1696
  • 1568: Nikol Jakob o Nickel Jacob aus Sprottau gibt das erste Lehrbuch über Bienenzucht in deutscher Sprache heraus. Ausgangspunkte sind Zeidlerei und Waldbienenzucht.
  • 1578: Erscheinungsjahr A. V. Eldingens Buch über die Lüneburger Heidebienenzucht.
  • 1594: Picus, Pfarrer zu Beilstein bei Heilbronn, schreibt ein Traktätlein über Hausbienenzucht.
  • 1597: Es erscheint das bis dahin umfangreichste Bienenbuch. Verfasser ist der Holländer Dirck Cluit.
  • 1604: Erster deutscher Bienenkalender, herausgegeben von Johannes Colerus.
  • 1628-1694: Lebenszeit des Italieners Malpighi. Er erforscht und beschreibt den Körperbau der Biene.
  • 1637-1685: Swammerdam, holländischer Forscher, befaßt sich mit den Fortpflanzungsverhältnissen bei der Biene.
  • 1638: Einführung der dunklen deutschen Biene in Nueva Inglaterra (Ostküste von Nordamerika).
  • 1683: In England kommen Waben in Rähmchen auf.
  • 1683-1757: Lebenszeit des berühmten Franzosen R. A. F. de Réaumur, Naturforscher, der sich gläserne Beobach-tungsstöcke schuf und erkennt, daß die Königin nicht Regentin, sondern Mutter des Bienenvolkes ist. (Réaumur "Physikalisch-ökonomische Geschichte der Bienen" erschien 1759 in deutscher Übersetzung).
  • 1696: Der Deutsche Grüwel erfindet das Abtrommeln der Bienenvölker.
  • 1721-1796
  • 1721: Herausgabe eines praktischen Bienenbüchleins durch den Engländer John Gedde.
  • 1735-1813: Pfarrer Christ, auf den die grundlegende Form des Kastenmagazins mit Stäbchenrost zurückgeht.
  • 1750: In Georgi Holycks Gartenbuch (Leipzig) auf 24 Seiten eine sehr vernünftige und brauchbare Anleitung zur Bienenhaltung:
  • 1750-1831: Der blinde Bienenforscher Franz Huber in Genf (Schweiz) konstruiert einen Bienenstock mit allseits geschlos-senen, aber beweglichen Rahmen und stellt mit Hilfe seines Dieners Burnens eingehende Beobachtungen über das Bienenleben an.
  • 1761: Pfarrer Schirach in Kleinbautzen vermehrt die Völker durch Brutableger; er erkennt die Bedeutung des Stockgeruches.
  • 1762: Der Schweizer Karl Bonnet erkennt die Jungfernzeugung (Parthenogenesis) bei Blattläusen, grundsätzlich wichtige Erkenntnis auch für die Bienen.
  • 1763: Einführung der dunklen Biene in este de Florida y Cuba.
  • 1767-1843: Freiherr v. Ehrenfels in Österreich. Schreibt 1829 ein hervorragendes Bienenbuch und bringt mittels gut durchdachter Betriebsweisen die Korbimkerei zu hoher Blüte. Er besaß mehrere hundert Stöcke und hielt sogenannte Imkerknechte.
  • 1769: Thomas Wildman berichtet über eine Art beweglicher Waben in Griechenland.
  • 1770: Die Kaiserin Maria Theresia (María Teresa de Austria) in Österreich gründet eine Imkerschule mit dem tüchtigen Praktiker Janscha als Leiter. Janscha vermehrte viel durch Feglinge.
  • 1771: Der kurfürstliche bayerische Landbienenmeister Anton Korsemka schreibt seinen Unterricht von der Bienenzucht in Bayern.
  • 1775: Magister J. E. Spitzner in Trebnitz bei Wittenberg beobachtet als erster Werbetänze der Bienen, wie aus seiner "Beschreibung der Korbbienenzucht" hervorgeht.
  • 1775-1850: Der Ukrainer Prokopowitsch. Er führt eine Imkerschule, arbeitet als erster mit Absperrgitter und Pfund-rähmchen und ist der erste geschichtlich bekannte Mobil-Großimker (hatte 2800 Bienenvölker unter seiner Obhut). Guter Kenner erfolgreicher Betriebsweisen.
  • 1780: Einführung der dunklen Biene in Kentucky, Amerika.
  • 1781: Einführung der dunklen Biene in San Domingo auf der Insel Haiti.
  • 1793: Christian Konrad Sprengel, Rektor in Spandau, entdeckt die Blütenbefruchtung durch Bienen (Blütenbiologie) und übergibt sein Buch "Das entdeckte Geheimnis der Natur im Bau und in der Befruchtung der Blumen" der deutschen Öffentlichkeit. Er lebte von 1750-1816 und betonte 1811 in einer weiteren Schrift die Nützlichkeit der Bienen und die Notwendigkeit der Bienenzucht.
  • 1793: Einführung der dunklen Biene in New York.
  • 1796: Bis dahin eigene Zeidlergerichtsbarkeit in Deutschland.
  • 1797: Einführung der dunklen Biene am Mississippi.
  • 1811-1899
  • 1811-1906: Pfarrer Dr. Johann Dzierzon aus Lowkowitz in Oberschlesien, der "größte Imker aller Zeiten" (wie man ihn im Alter ehrend nannte), Besitzer zahlreicher, im Umkreis seines Wohnortes verteilter Bienenstände (11 Stück mit etwa 300 bis 400 Völkern). Entdecker der durch Jungfernzeugung entstehenden männlichen Bienen, Hauptinitiator der künstlichen Vermehrung, der Weiselzucht und der vernünftigen Bauerneuerung. Bedeutender Schriftsteller des Bienenfaches.
  • 1813-1880: Rudolf Dathe, Erfinder der Imkerpfeife und des Normalmaßrähmchens, errang bedeutende Erfolge durch Brut-Wabenwechsel (je 4 bis 6 Waben) nach oben. Scharfe Schwarmverhinderung und Bildung von Brutablegern.
  • 1816-1899: Lehrer J. G. Kanitz; lehrte in Ostpreußen die Magazinbienenzucht im Strohkorb.
  • 1823-1898: Gravenhorst; tüchtiger Lüneburger Korbimker. Sein Bogenstülper verbindet die Korbimkerei mit der beweglichen Wabe. Erfinder des Baurähmchens.
  • 1830: Einführung der dunklen Biene in Australien.
  • 1833: Dr. K. A. Ramdohr veröffentlicht die erste wissenschaftliche Imkereibetriebslehre und beweist, daß in seinen Trachtverhältnissen Muttervolk und Schwärme zusammen mehr bringen als ein am Schwärmen verhindertes Volk.
  • 1835: Dzierzon (an Ramdohr geschult) entdeckt durch die Beobachtung einer flugunfähigen Nachschwarmkönigin, daß aus unbefruchteten Eiern Drohnen entstehen (Parthenogenesis). Als er 1853 Italienerbienen bekommt, kann er mit deren Hilfe seine Lehre weiter festigen.
  • 1838: Der Lehrer Anton Vitzthum in Moosbruch (Oberbayern) gibt die erste deutsche Bienenzeitung heraus, das "Monatsblatt für die gesamte Bienenzucht".
  • 1844: v. Baldenstein macht die ersten Versuche zur Reinbegattung an bienenfreien Orten und wird so zum Begründer des Belegstellenbetriebes.
  • 1845: Die Eichstädter Bienenzeitung erscheint unter Schmid und Kleine. Dzierzon veröffentlicht im ersten Jahrgang seine Entdeckung der Parthenogenese; danach auch seine Arbeitsweise mit den an Stäbchen hängenden, beweglichen Waben.
  • 1848: Einführung der dunklen Biene in Chile.
  • 1849: Einführung der dunklen Biene in Rio de Janeiro.
  • 1850: Erste deutsche Wanderversammlung in Arnstadt (Thür.).Solche wurden späterhin alljährlich und mit wechselndem Tagungsort veranstaltet, sie genossen über viele Jahrzehnte eine große Berühmtheit und Anziehungskraft.
  • 1851: In Nordamerika läßt sich Langstroth seinen Lagerstock mit hängenden Breitwaben patentieren, den ersten Oberbehandlungsstock mit vollbeweglichen Waben, der Vorbild wurde für die in der Welt am meisten verbreitete Beutenart.
  • 1852: Erscheinungsjahr von Kanitz' Lehrbuch: "Honig- und Schwarmbienenzucht".
  • 1853: August von Berlepsch (1815-1877), ein Thüringer, baut einen Hinterbehandlungsstock mit hängenden Rähmchen.
  • 1855: Kanitz gründet die "Preußische Bienenzeitung". Im gleichen Jahr bestätigen die Professoren v. Siebold (München) und Leuckart (Gießen) die Befruchtungslehre Dzierzons durch mikroskopische Belege.
  • 1857: Der Schreiner Johannes Mehring (1816-1878) aus Frankenthal in der Rheinpfalz erfindet die künstliche Mittelwand. Harbison in Californien führt das Pfundrähmchen ein.
  • 1860: v. Berlepsch gibt sein berühmtes Buch "Die Biene und ihre Zucht auf beweglichen Waben" heraus.
  • 1860-1925: Der thüringische Pfarrer Gerstung (Oßmannstedt) erforscht die Brutnestordnung und bringt eine Oberbehandlungsbeute mit Hochwaben im Warmbau heraus.
  • 1861: Das American Bee Journal erscheint, die erste Bienenzeitung in englischer Sprache.
  • 1862: Die Italienerbiene kommt nach Australien, verdrängt im Lauf der Zeit die dunkle Biene.
  • 1863-1935: Heinrich Freudenstein (sen.). Er fordert ein kleines Rähmchenmaß für schmale Tracht und lehrt die Überwinterung auf Zucker.
  • 1865: Major Franz v. Hruschka im ehemaligen Böhmen erfindet die Honigschleuder.
  • 1871: Geburtsjahr von Ökonomierat Guido Sklenar, der in Mistelbach (Niederösterreich) lange Jahre Schullehrer war und sich schriftstellerisch und praktisch sehr für die Ausbreitung der Weiselzucht und seine "47er" (K-Sklenar) eingesetzt hat.
  • 1873: Geburtsjahr von Prof. Enoch Zander, des verdienten Forschers und langjährigen Leiters der Bayrischen Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen, heutigen Nestors der deutschen Bienenwissenschaftler. Aus seiner Feder stammt ein umfangreiches Fachschrifttum.
  • 1873: Adolf Alberti, Erfinder der Einheitsblätterbeute.
  • 1880: Normalmaß 22,3 x 37 cm durch Dathe festgelegt.
  • 1881: Der Uhrmacher Wilh. Wankler aus Wiernsheim (Württemberg) gibt zum erstenmal seine Verfahren und Geräte zur künstlichen Weiselzucht bekannt (worauf unsere ganze heutige Zucht beruht).
  • 1885: Cheshire und Cheyne entdecken den Bacillus alvei, der die gutartige Faulbrut verursacht.
  • 1893: Pfarrer Gerstung gründet seine Zeitschrift "Die deutsche Bienenzucht in Theorie und Praxis" und kämpft darin für seine Beute und seine Ideen um Futtersaftstrom und Bien als Organismus.
  • 1895: Lorenzo Langstroth, (1810-1895) Lehrer, baute in Amerika die erste Magazinbeute mit dem nach ihm benannten Rähmchenmaß. Langstroth entdeckte den Abstand von Wabe zu Wabe und nannte ihn bee space. Schrieb das Lehrbuch: The Hive and the Honeybee.
  • 1897: Hermann Rauchfuß bringt als erster die Kaukasierbiene nach den USA.
  • 1899: Rechnungsrat Emil Preuß (1848-1911) veröffentlicht sein Werk Meine Bienenzuchtbetriebsweise und gewinnt damit viele Anhänger. Hauptpunkte: Tränken, Treiben, Umhängen, Bruteinschränken zur Trachtzeit.
  • 1902-1945
  • 1902: Charles Dadant, (1817-1902) Berühmter amerikanischer Bienenforscher, entwickelte das Dadant-Magazin, war lange Zeit bester Mittelwandproduzent der Welt. Sein Sohn Charles P. Dadant gründete im Jahr 1912 die Zeitschrift American Bee Journal.
  • 1903: Der amerikanische Forscher White entdeckt den Bazillus larvae, den Erreger der amerikanischen (bösartigen) Faulbrut.
  • 1904: Auf der Insel Wight im Ärmelkanal tritt verheerend eine neue Bienenkrankheit auf (erst 1920 als Milbenseuche erkannt). Der Schweizer Burri studiert die Sauerbrut, eine durch den Streptococcus apis hervorgerufene Abart der gutartigen Faulbrut.
  • 1904: Die Varroamilbe wurde zum ersten Mal auf der Insel Java von Jacobsen in den Bienen-völkern der Indischen Honigbienen (Apis cerana) festgestellt.
  • 1905: Joh. Schweier aus Hochstädt a. d. Donau führt den Doppelboden ein.
  • 1906: J. Klein, elsässischer Pfarrer, schafft in seinem hervorragenden Buch 2 Die moderene Königinnenzucht" bis heute güldige Grundlagen.
  • 1907: Dr. Enoch Zander, Erlangen, entdeckt den Nosema-Erreger; er benennt ihn Nosema apis. Gründung des ganz Deutschland umfassenden Deutschen Imkerbundes auf der großen Imkertagung in Frankfurt a. Main.
  • 1907: Gründung des „Deutschen Imkerbundes“ in Frankfurt am Main.
  • 1908: Der amerikanische Bakteriologe White entdeckt den Bacillus pluton, den Miterreger der europäischen (gutartigen) Faulbrut. White bearbeitet auch die Sackbrut.
  • 1912: Max Kuntzsch gibt sein viel beachtetes Buch "Imkerfragen" heraus, in dem er für seine Zwillingsbeute und sein Rähmchen, vor allem aber für seinen Grundsatz wirbt, mit wenig Arbeit viele Völker zu betreuen. Die von ihm aufgeworfenen 35 Hauptfragen der Imkerei und die erfolgte Beantwortung erwiesen sich für viele Imker als eine ausgezeichnete Lehre. Die in ihrem Wesen noch nicht erkannte Insel-Wight-Krankheit ruiniert 90 % der Bienenvölker Englands. In Rußland unternimmt der Imker Schyrokow mit gewöhnlicher Injektionsspritze den ersten erfolgreichen Versuch zur künstlichen Weiselbesamung. Karl v. Frisch eröffnet die lange Reihe seiner Arbeiten über Sinnestätigkeit, Orientierung und gegenseitige Verständigung der Bienen.
  • 1915: Der bekannte Naturforscher H. v. Buttel-Reepen gibt sein Werk "Leben und Wesen der Bienen" heraus.
  • 1918: Der holländische Akarologe A.C. Oudmanns beschrieb als erster die Varroamilbe und benannte sie nach seinem Entdecker Jacobsen: „Varroa jacobsoni“
  • 1919: Prof. Dr. Armbruster gründet gemeinsam mit Jan Gerriets in Berlin das "Archiv für Bienenkunde", ein Sammelorgan für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Bienenkunde, das bald internationale Geltung erlangte. Das AfB ist nach einer Verbotszeit während des Hitlerkrieges 1948 wieder erschienen. Ludwig Armbruster, als langjähriger Leiter des Institutes für Bienenkunde in Berlin-Dahlem 1934 von den Nazis seines Amtes enthoben, Er ist einer der hervorragendsten Apisten der Gegenwart, von dem zahlreiche Veröffentlichungen stammen.
  • 1920: P. B. White und J. Rennie erkennen die Milbe Acarapis Woodi als Erreger der Insel-Wight-Krankheit. Im Anschluß daran erfindet der englische Imker Frow ein Mittel zur Bekämpfung.
  • 1921: Dr.Neumann, Paul ( 1867 – 1921 ). Seit 1903 im Dienste der Landwirtschaftskammer Brandenburg, wurde Direktor des Lebensmittel-Untersuchungsamtes. Schrieb 1913 das Buch „Wissenswertes über Honig für Imker und Honigfreunde“
  • 1923: K. v. Frisch entdeckt die "Sprache" der Bienen in Form von Tänzen, worüber er ein Buch herausgibt.
  • 1925: Dr. G. A. Rösch entdeckt die Arbeitsteilung im Bienenvolk. Der sowjetische Forscher Malyschew kennt und schildert vier Methoden der kontrollierten Besamung (1. unmittelbarer Kontakt, 2. Injektion des Spermas, 3.nachträgliche Befruchtung abgesetzter Eier, 4. Einführung des abgeschnittenen Drohnenpenis).
  • 1925: Einführung des „Einheitsglases“ des Deutschen Imkerbundes.
  • 1926: Dem Amerikaner Watson gelingt die künstliche Weiselbesamung mit Hilfe einer Spritze. Armbruster begründet die biologisch-mikroskopische Honiguntersuchung, die dann von Zander weiter ausgebaut wird.
  • 1927: Gründung der Landesanstalten für Bienenzucht in Erlangen und Celle.
  • 1928: Michailow von der Versuchsstation in Tula (UdSSR) schildert erfolgreiche Weiselbesamungen mittels Pipettenspritze.
  • 1933: Die sowjetischen Forscher Muzalewski und Kozlow veröffentlichen Ergebnisse in der künstlichen Weiselbegattung von etwa 50 %.
  • 1933: Gründung der Reichsfachgruppe Imker.
  • 1938: Prof. Dr. A. Borchert schreibt über "Schädlinge der Honigbiene".
  • 1939: Entwicklung der Pollenfalle unabhängig voneinander in den USA von Schaefer und Farrar, in Deutschland von Böttcher.
  • 1940: Dr. Goetze von der Hauptkörstelle in Mayen leitet mit seinem Buch "Die beste Biene" die sogenannte Rassenzucht auf den Weg der Merkmalskörung.
  • 1943-1946: Die Amerikaner H. Laidlaw, O. Mackensen und W. Roberts verbessern das Weiselbesamungsverfahren mittels Spritze weiterhin, so daß es mehr den Erfordernissen der Praxis entspricht.
  • 1944: Ende aller deutschen Bienenzeitungen.
  • 1944: Entdeckung der Brauchbarkeit von Sulfathiazol zur Bekämpfung der Bösartigen Faulbrut durch Haseman und Childers.
  • 1945: Beweis für den mehrfach erfolgreichen Paarungsflug der Bienenkönigin durch Roberts
  • 1945: Ende der Reichsfachgruppe Imker.
  • 1946: Prof. v. Frisch entdeckt das Mitteilungsvermögen der Bienen über Richtung und Entfernung der Trachtquelle.
  • 1946: Bayern erhält als erstes Land nach dem Zusammenbruch im „Imkerfreund„ wieder eine Bienenzeitung. Andere folgten bald nach.
  • 1947: Dr. Büdel, München, errichtet eine Forschungsstelle für Bienenphysik und bringt erste Ergebnisse über Messungen von Temperatur und Feuchtigkeit in der Beute.
  • 1949: Untersuchungen über die Futtersaftzusammensetzung (Gontarski, v. Rhein) ergeben weiteres Rüstzeug für die Weiselzucht. Andere wichtige Untersuchungen (Dr. Maurizio in Bern) erstrecken sich über Pollenersatzmittel, wie Sojamehl, Trockenmilch und Nährhefe, wobei sich bestätigt, daß diese Stoffe im pollenarmen Vorfrühling bruttreibend wirken.
  • 1951: Die langersehnte Verordnung zum Schutze der Bienen erscheint am 15. November 1951. Sie regelt die Bekämpfung der Bienenseuchen, die Verhütung von Schäden durch Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen sowie das Wandern mit Bienen. Hierzu ergingen mit Datum vom 22. November 1951 drei Ausführungsbestimmungen.
  • 1952: Gründung von Bieneninstituten in der DDR.
  • 1952: In Kindberg (Kärnten) der österreichische Züchter Jak. Wrisnig verstorben, dessen Troiseckbiene sich unter den K-Stämmen in wenigen Jahren einen achtbaren Ruf erworben hat.
  • 1952: Entdeckung der nosemaziden Wirkung des Fumagillins durch Katznelson und Jamieson aus Kanada.
  • 1953: Sklenar, Guido, (1871-1953) Ökonomierat, Ein Spitzenvolk, Nr.47, wurde Ausgangsvolk seiner Auswahlzucht (ohne Belegstelle). Da es nicht schwärmte, mußten Weiseln künstlich herangezogen werden. Er wurde dadurch zum Bahnbrecher der österreichischen Weiselzucht und zum Begründer des Carnica-Stammes 47, der Sklenarbiene. Gründete die erste Reinzuchtbelegstelle in Österreich. Empfahl den Freiluftkunstschwarm für das Zusetzen der Weisel, unterstützte die Völkerentwicklung mit Bienentee. Schrieb mehrere Lehrbücher und war Herausgeber der Zeitschrift "Mein Bienenmütterchen"
  • 1956: Neunteufel, Franz (1873-1956). Einer der bekanntesten Berufsimker Österreichs. Seine großen Wanderungen, mit bis zu 1000 Völkern, im ganzen deutschen Sprachraum machten ihm berühmt. Bis 1939 verkaufte er 21780 Völker und Schwärme der Kärntner Alpenbiene. 1923 legte er die Prüfung als Bienenzuchtlehrer an der Imkerschule Wien ab und konnte nun als Wanderlehrer seine reichen Erfahrungen weitergeben.
  • 1956: Ein Wissenschaftler führte zum Zweck der Erforschung 26 Bienenvölker aus Afrika in Brasilien ein. Die Völker wurden mit der in Brasilien angesiedelten Biene ( Italiener ) gekreuzt. Durch eine Unachtsamkeit entkamen mehrere Bienenschwärme der Kreuzungsrasse. In nur wenigen Monaten haben sich die afrikanisierten Bienenvölker (AHB) in ganz Brasilien, Südafrika und den USA ausgebreitet. Eine neue Bienenkreuzung, die sogenannte Mörderbiene, war geboren.
  • 1958: Neuner, Georg (?-1958). Lehrer und Imker. Schrieb 1937 das Buch "Lehrbuch des Wanderns mit Bienen".
  • 1934 erschien sein "Lehrbuch der Volksbienenzucht" Von 1934 bis zur Einstellung 1943 lag die Schriftleitung der "Bayerischen Biene" in seiner Hand.
  • 1963: J. Woyke, polnischer Wissenschaftler, erzielt diploide Drohnen durch besondere Aufzucht. Untermauert neue Ansichten und Erkenntnisse in der Geschlechtsbestimmung der Biene.
  • 1964: Schaffung eines bienenfreien Radius mit 7-10 km für die besseren Landesbelegstellen auf Vorschlag von Böttcher.
  • 1968: Hans, Peschetz, (1901-1968) Bienenzuchtlehrer, Einer der erfolgreichsten Züchter Östereichs, Urzüchter des Stammes: "K - Peschetz 332" ("Großglockner" ) Schrieb1954 das Carnica-Bienenbuch "Vom Anfänger zum Meister"
  • 1973: K.v. Frisch erhält Nobelpreis.
  • 1973: Prof. Dr. Ludwig Armbruster (1886-1973). Weltbekannter Bienenwissenschaftler. Grundlegende Forschungen zur Pollenanlyse und der Herkunftsbestimmung von Honigen. Er war Herausgeber des " Archivs für Bienenkunde".
  • 1977: Erstes Auftreten der Varroa (Varroa destructor) in der Bundesrepublik Deutschland.
  • 1980: Erstes Auftreten der Varroamilbe in der DDR.
  • 1982: Karl, Ritter von Frisch (1886- 1982). Einer der größten Bienenforscher unserer Zeit. Entdeckte als erster das Farbsehen der Bienen, Leistungen ihres Geruchssinns, ihre Sonnen Kompaßorientierung und Tanzsprache.
  • 1987: Erstes Auftreten der Varroamilbe in den USA.
  • 1990: Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. Auflösung des VKSK ( Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter). Beitritt aller Imker der ehemaligen DDR zum Deutschen Imkerbund und Neustrukturierung der Imkervereine und Verbände in den neuen Bundesländern.
  • 1996: Der ursprünglich nur in Afrika, südlich der Sahara vorkommende "kleine Bienenstockkäfer" (Aethina tumida) wurde erstmals im Süden der USA nachgewiesen. Wenige Monate später wurde er auch in Kanada identifiziert.
  • 1996: Bruder Adam, (1898-1996) bedeutenster Imker und Züchter der Neuzeit. Urzüchter der Buckfastbiene, benannt nach dem Kloster Buckfast, in England, wo er lebte und die klösterliche Imkerei weltberühmt machte.
  • 2002: Erreichte der "kleine Bienenstockkäfer" (Aethina tumida) Australien. Im gleichen Jahr wurde er auch in Ägypten nachgewiesen.
  • 2002/2003: Großes Bienensterben in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als Gründe werden die Varroamilbe (Varroa destructor) in Verbindung mit Bienen-Viren gebracht.
  • 2003: Dr.Reinhold Siede, Spezialist für Bienenviren (Bieneninstitut Kirchhain) wies als erster Forscher das aus dem australischen Raum stammende "Kaschmir-Bienen-Virus" (KBV) zum ersten Mal in Deutschland und zum zweiten Mal in Europa nach.
  • 2003: Prof. Dr. Günther Vorwohl (1931-2003). Hochgeschätzter Wissenschaftler, der sich in der Palynologie (Pollenkunde) und Honiganalytik verdient gemacht hat.
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